Mittwoch, 26. März 2008

Ein Gespräch mit einem Totemtier

Das kleine Zimmer wird in ein wärmendes gelbliges Licht, durch acht Kerzen auf zwei Kerzenleuchter verteilt, eingetaucht. Im Hintergrund läuft leise indianische Trommelklänge.
Eine junge Frau sitzt auf einem runden grünen Kissen im Schneidersitz vor ihrem Totemtier, ein Falke, und links daneben liegt eine Schlange aus dem chinesischen Jahreszyklus. Das sie selber geschnitzt hat. Solche Schnitzereien macht sie viel lieber als immer ständig Möbel zu restaurieren oder neu an zu fertigen in der Tischlerei ihres Vaters.

Ihre Augen sind geschlossen, ihre Handrücken liegen auf ihren Oberschenkeln. So bleibt sie, mit kurzen rötlich gefärbten Haaren, ein paar Minuten. Dann beginnt sie mit dem Gebet: „Hallo, mein geliebter Falke, du stehst auf meiner Seite. Du liebst Kunst und ich möchte Kunst schaffen. Du liebst mich, deine kleine Maja. Die dich ruft, und um deine Führung bittet. Auch deine neuen umfangreichen Ideen und Vorschläge herzlich willkommen heißen tut. „ Kurze Pause.
„Wohin soll ich gehen? Was soll ich als nächstes machen, mein Falke?“ Sie hört in sich. „Maja, beginne ein neues Projekt, aber nicht diesmal allein, sondern suche Dir noch jemanden, der dir dabei hilft.“ „Waaasss?“ sagt sie überrascht.
„Wobei soll denn mir diese Person helfen? Warum nicht mehr wie bisher alleine?“
„Maja, weil du diesmal dringend Unterstützung brauchst um einmal erfolgreich dieses Projekt, aber auch um deinen Befreiungskampf von deinem Vater zu Ende zu bringen. „
„Tut mir leid, Falke, aber ich verstehe immer noch nicht ganz, worin die Aufgabe von diesem Fremden besteht? „
„Er soll dir eine Stütze sein, den Rücken freihalten und dir die Kraft geben die du jetzt benötigst.“ „Aber das kann ich doch auch alleine machen.“ protestiert Maja.
„Maja, du bist für ein Leben auf dem Land geschaffen, aber nicht für die komplette Vereinsamung. Deshalb gehe nächste Woche in den Irish Pub „Kilkenny“. Dort wirst du die geeignete Person finden.“
„NEIN, verdammt noch mal!!!“ sagt sie wütend. „Ich brauche keinen bescheuerten schw..... denkend Menschen wieder. Bitte!“ im flehenden Ton.
„Maja, er denkt anders und ist viel älter und reifer als sein Vorgänger. Ich möchte mich für die Fehlberatung vom ganzen Herzen entschuldigen bei Dir. Und dich bitten, mir eine Chance zu geben es wieder gut zu machen.“ Sie schweigt eine Weile, wischt sich dann die Tränen vom Gesicht und aus ihren Augen. „Na gut! Aber das ist aber die letzte Chance in diesem Bereich. Wenn es wieder schief laufen sollte, überläst du mir alle Entscheidung für die Zukunft in diesem Bereich, Falke.“
„Mmmhhh“ Falke zögernd „Ich weiß nicht so Recht, ob das eine gute Idee ist.“
„Ja oder Nein, Falke.“
„Aaahhh, da du mir keine andere Wahl anscheinend lässt Maja. Werde ich mich Einverstanden erklären mit deinem Vorschlag.“
„Es ist auch besser so für Dich. Ansonsten hätte ich mit dir kein einziges Wort mehr gewechselt bis zum Tod von meinem Vater. Und dass würde sich noch ein paar Jahre hinziehen.“ Maja kichert.
„Maja !!!“ der Falke mit tiefer sehr strenger und verärgerter Stimme. „Unterlasse solche Äußerungen!“ Sie zuckt zusammen, so hatte sie den Falken noch nie erlebt. Nachdem Maja sich von diesem kurzen Schreck erholt hat nimmt sie wieder die Position des Schneidersitzes ein, schließt wieder die Augen und beendet das Ritual mit: „ Ich habe dich verstanden, lieber weiser Falke! Ich werde mich bemühen es in die Tat umsetzen so gut wie ich es kann. Bitte führe mich!“
Maja öffnet langsam die Augen und schaut den Falken vor sich an bis im Hintergrund ein heller dreifacher Gongschlag zu hören ist.

Montag, 10. März 2008

Wunderschöne Welt

Wunderschöne Welt
du warst mal so
hell und rein
wie Garten Eden.

Jetzt bist du nur noch
grau und
wehrst dich gegen
diese meuchelnde Heuschreckenplage
mit Tsunamis, Regenfluten,
aber nichts hilft.

Sie sind zäh wie Ratten
und vermehren sich
wie die Karnickel.
Es ist kein Kraut gewachsen.

Du kannst nur abwarten und
hoffen dass sie sich wieder besinnen.

Freitag, 22. Februar 2008

Das grüne Buch

Es zieht mich in seinen Bann voller Magie.
Ich weiß nicht warum.
Aber ich muss es die unendliche Zeit anstarren.
Und ich weiß nicht was gerade mit mir geschieht.
Dabei hat es eine sehr seltsame
Melodische Beruhigung auf mich.

Ist es die Farbe – die mich verzaubert?
Oder ist es ein magischer Schlüssel zu einer fremden
inneren Tür, die sich jetzt langsam
vertraut öffnet.

Montag, 11. Februar 2008

Geld

Geld



Geld ist unwichtig.
Glücklich sein dagegen sehr.

Geld ist nur Papier.
Glück kann man spüren.

Geld zerrinnt in deinen Händen wie Luft.
Glück dagegen nicht.

Geld will jeder haben.
Glück dagegen nur wenige.

Geld macht jemanden aus Dir.
Glück – bist du einfach Mensch.

Montag, 28. Januar 2008

Der Duft - Gedicht

Der Duft der mir gerade
in meine Nase kriecht
ist soo......mmmhhh.....
so schön und betörend.

Ich kann gar nicht mehr genug davon bekommen.

Macht süchtig, aber gleichzeitig
Inspiriert er mich,
fesselt meine Sinne,
und lässt mich in
eine schöne duftende
friedlich erscheinende Welt
versinken.

Mittwoch, 16. Januar 2008

Die leisen Rufe der Liebe

Sie sind so zart wie das Rascheln der Blätter,
wenn ein leichtes Lüftchen weht und
so unüberhörbar leise wie die Fische im Wasser.

Du kannst sie nur hören,
wenn du in einem leeren geräuschlosen Raum bist
und du selber in einem Daseins
und Nichtdaseins Zustand.

Dann hörst du ihre Rufe –
Voller Klagen, Wünsche, Phantasien –
Sie blühen immer mehr
bis sie dich komplett fesseln
und das so klar und deutlich.


Ivonne Reichardt 2006

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